Google Analytics 4 – die neue Generation

Google Analytics 4 – die neue Generation

Um erfolgreiches Onlinemarketing zu betreiben, ist es unerlässlich, Daten der eigenen Website oder des eigenen Webshops zu tracken, auszuwerten und darauf basierend effiziente Marketingmaßnahmen zu ergreifen. Viele Websitebetreiber nutzen dafür Google Analytics, da hier auch direkt die Daten aus Google Ads eingebunden werden können.

Umstellung erforderlich

Nun hat Google angekündigt, dass in das bisherige Google Universal Analytics ab 1. Juli 2023 keine Daten mehr einfließen werden. Zum 1. Januar 2024 wird es sogar ganz eingestellt und alle bisherigen historischen Daten gelöscht. Wer weiterhin seine Daten tracken möchte, muss auf das neue Google Analytics 4 umstellen. Es handelt sich hierbei nicht nur um ein Update, sondern um ein komplett neues Tool.

Doch bitte handeln Sie jetzt nicht übereilt! Wir empfehlen Ihnen, das bisherige Universal Konto noch nicht abzuschalten. Stattdessen können Sie das neue Google Analytics 4 Konto bereits jetzt aufsetzen (lassen), jedoch zunächst parallel zum bisherigen Universal Konto laufen lassen. So können Sie mit beiden Konten Daten sammeln und vergleichen. Außerdem haben Sie so die Möglichkeit, sich erst einmal mit den neuen Funktionen vertraut zu machen.

Zudem steckt Google Analytics 4 aktuell noch in den Kinderschuhen. An der ein oder anderen Stelle funktioniert noch nicht alles wie gewünscht, da es sich noch im Aufbau befindet. In den nächsten Monaten werden diese Fehler noch behoben und einige weitere Features hinzukommen. Die allgemeine Empfehlung von Experten lautet daher, erst im Herbst 2022 so richtig in Google Analytics 4 einzutauchen. Auch dann haben Sie noch genügend Zeit alles einzurichten und zu erlernen.

Grundlegende Änderungen

Google Analytics 4, abgekürzt GA4, bringt grundlegende Änderungen mit sich. Eine simple Migration der Daten und Einstellungen aus Universal ist nicht möglich. Auch der vorhandene Upgrade Assistent ist keine große Hilfe, da Einstellungen wie Conversions, Zielgruppen, Ereignisse (Events) und Produktverknüpfungen nicht einfach übernommen werden können. Daher hier noch einmal unsere Empfehlung an Sie: Schalten Sie nicht „mal eben schnell“ Ihr Konto auf Google Analytics 4 um, auch wenn Google Sie dazu auffordert!

Der größte Unterschied zwischen Google Universal Analytics (abgekürzt UA) und Google Analytics 4 besteht in der Art des Datentrackings. Während bislang die Daten auf Basis von Treffern (engl. Hits) gesammelt wurden, setzt GA4 rein auf Ereignisse (engl. Events). Das bedeutet, dass auch ein Seitenaufruf nun als Event gezählt wird. Das ist auch die Erklärung, wieso die Umstellung nicht mit ein paar wenigen Klicks erledigt ist. Das gesamte bisherige Tracking muss auf das neue Event-basierte Datenmodell umgestellt werden und das funktioniert nur durch eine manuelle Einrichtung.

Vorteile von GA4

Doch ist die Implementierung erst einmal geschafft, bringt Google Analytics 4 viele Vorteile mit sich. Allen voran im Bereich Datenschutz, da die IP-Adresse standardmäßig anonymisiert wird. Zudem gibt es erstmals die Möglichkeit, GA4 serverseitig zu installieren. Mithilfe des Google Tag Managers können die Daten zunächst auf einen eigenen Server innerhalb der EU laufen. Persönliche Informationen wie IP Adressen, Browserprofile und geographische Nutzerinformationen können dort entfernt werden, bevor die Daten zu Google selbst gelangen.
Alle Daten werden standardmäßig nur noch für zwei Monate, oder, bei manueller Umstellung, 14 Monate gespeichert. Danach werden die Daten gelöscht. Das macht das neue Tool datenschutzorientiert und zukunftssicher. Dennoch wird weiterhin die Einwilligung des Nutzers über ein Cookie-Banner benötigt.

Eine weitere bahnbrechende Änderung ist, dass mit GA4 die Daten aus App und Web gemeinsam analysiert werden können. Haben Sie also neben Ihrer Website oder Ihrem Webshop auch eine App für iOs und/oder Android, können Sie nun diese Daten gesammelt auswerten und dadurch die Customer Journey besser darstellen und optimieren.

Die Anzahl der möglichen Conversions wurde von 20 auf 30 erhöht. Außerdem werden einige Interaktionen bereits automatisch gemessen, wie z.B. Scrolls, Klicks auf externe Links oder Downloads, ohne dass Sie dies explizit einstellen müssen.

Da auch die Definition einer Sitzung verändert wurde, erkennt GA4 nun, wenn ein und derselbe Nutzer über eine Kampagne erneut die Seite aufruft. Das ermöglicht Ihnen eine bessere Visualisierung der Customer Journey und dadurch auch gezieltere Marketingmaßnahmen.

Zudem stehen bei GA4 in der Standardversion einige Funktionen zur Verfügung, die es bislang nur im kostenpflichtigen Google Analytics 360 gab, wie z.B. der automatische Rohdaten-Export in BigQuery, Googles Daten-Cloud, nach einmaliger Verknüpfung. Bislang gibt es kein anderes Webanalyse Tool, das seine Rohdaten kostenlos zur Verfügung stellt. Ab sofort kostenfrei ist auch die Erstellung von individualisierten Berichten und auf Standardreports wird kein Sampling mehr angewendet; die Reports basieren also zu 100% auf Ihren eigenen Daten und nicht auf Stichproben. Zudem ist die Ladegeschwindigkeit bei der Erstellung der Reports deutlich höher geworden.

Fazit

Das bisherige Google Universal Analytics wird 2023 eingestellt und ein Umstieg auf das neue Google Analytics 4 (GA4) ist zwingend notwendig. GA4 bringt grundlegende Änderungen mit sich, aber auch sehr viele Vorteile im Hinblick auf Ihr Onlinemarketing. Die Einrichtung ist nicht mit ein paar wenigen Klicks erledigt, sondern bedarf manueller Implementierung der einzelnen Ereignisse.

Benötigen Sie Hilfe bei der Aufsetzung Ihres neuen Google Analytics 4 Kontos, unterstützen wir Sie sehr gerne dabei und machen Ihnen ein individuelles Angebot.

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